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Azubis finden 2027: Nachwuchs über Social Media gewinnen

Ausbildungsplätze bleiben leer? So erreichen Kanzleien und Betriebe Schüler und Eltern über Instagram und TikTok und besetzen ihre Plätze für 2027.

28. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit

Auszubildende im ersten Lehrjahr bei der Arbeit
Kurz gesagt: Wer heute Azubis finden will, muss dort sichtbar sein, wo Jugendliche ihre Zeit verbringen, und das ist vor allem Instagram und TikTok. Erfolgreiche Betriebe zeigen echte Einblicke von Azubis für Azubis, machen die Bewerbung in wenigen Klicks möglich und sprechen gezielt auch die Eltern an. Starten Sie früh: Die Bewerbersuche für den Ausbildungsstart im Sommer 2027 läuft jetzt.
In vielen Betrieben bleiben Ausbildungsplätze Jahr für Jahr leer, im Maschinenbau genauso wie in Steuerkanzleien. Und das, obwohl gerade die eigene Ausbildung einer der wichtigsten Wege gegen den Fachkräftemangel ist. Das Problem ist selten der Ausbildungsplatz selbst. Es ist die Frage, wie Jugendliche überhaupt davon erfahren.

Warum klassische Wege bei Azubis nicht mehr reichen

Ein Aushang in der Schule, eine Anzeige in der Lokalzeitung, ein Eintrag auf der Jobbörse der Arbeitsagentur: Diese Wege funktionieren immer schlechter, weil sie an der Lebenswelt der Zielgruppe vorbeigehen. Ein 16-Jähriger liest keine Zeitung und durchsucht selten Ausbildungsportale, solange ihn niemand darauf stößt.
Dazu kommt, dass gerade Ausbildungsberufe wie Steuerfachangestellte oder Industriemechaniker vielen Jugendlichen schlicht unbekannt sind. Wer nicht weiß, was ein Beruf eigentlich bedeutet, sucht auch nicht danach.

So finden Sie Azubis über Social Media

1. Zeigen Sie die Ausbildung aus Sicht der Azubis

Jugendliche glauben anderen Jugendlichen mehr als jeder Personalabteilung. Kurze Videos, in denen Ihre aktuellen Azubis erzählen, was sie den ganzen Tag machen, was ihnen Spaß macht und was sie anfangs unterschätzt haben, wirken stärker als jede Hochglanzbroschüre. Wichtig ist Echtheit statt Perfektion.

2. Erklären Sie den Beruf, nicht nur die Stelle

Viele Jugendliche wissen nicht, was ein Industriemechaniker oder eine Steuerfachangestellte konkret tut. Machen Sie es greifbar: Woran arbeitet man? Was verdient man in der Ausbildung? Wie geht es danach weiter, etwa zum Meister, Techniker oder Steuerfachwirt? Gerade die Karriereperspektive ist ein starkes Argument, das viele Betriebe vergessen.

3. Sprechen Sie auch die Eltern an

Bei der Wahl des Ausbildungsplatzes reden Eltern meist mit. Sie erreichen sie gut über Facebook und Instagram, oft besser als die Jugendlichen selbst. Anzeigen, die Eltern ansprechen, betonen andere Punkte: Sicherheit, Übernahmechancen, ein gutes Team, Entwicklungsmöglichkeiten.

4. Machen Sie die Bewerbung kinderleicht

Ein Anschreiben ist für viele Schüler die größte Hürde überhaupt. Bieten Sie eine Kurzbewerbung an: Name, Telefonnummer, Schulabschluss und eine kurze Frage zur Motivation. Zeugnisse können später folgen. Jeder Schritt weniger bedeutet mehr Bewerbungen.

5. Laden Sie zum Kennenlernen ein

Ein Praktikum, ein Schnuppertag oder ein Azubi-Infoabend senkt die Hemmschwelle enorm. Wer einmal im Betrieb war, bewirbt sich deutlich eher. Bewerben Sie solche Termine gezielt über Social Media in Ihrer Region.

6. Reagieren Sie sofort

Jugendliche erwarten schnelle Antworten. Melden Sie sich innerhalb von ein bis zwei Tagen, gern auch per Telefon oder Messenger. Eine Bewerbung, die zwei Wochen liegen bleibt, ist meist verloren.

Der richtige Zeitpunkt

Viele Betriebe fangen zu spät an. Die meisten Jugendlichen entscheiden sich im Herbst und Winter des Vorjahres für einen Ausbildungsplatz. Wer erst im Frühjahr aktiv wird, konkurriert um die wenigen, die noch nichts gefunden haben. Für den Ausbildungsstart im Sommer 2027 ist jetzt die beste Zeit.

Besonderheiten nach Branche

Steuerkanzleien: Der Beruf Steuerfachangestellte hat bei Jugendlichen oft ein trockenes Image. Zeigen Sie, wie digital und abwechslungsreich die Arbeit heute ist, wie sicher der Beruf ist und welche Wege er bis zum Steuerberater eröffnet.
Maschinen- und Metallbau: Hier punkten Sie mit dem Handfesten: moderne Maschinen, sichtbare Ergebnisse, Teamarbeit in der Werkhalle. Zeigen Sie, was Ihre Azubis bauen, und nennen Sie die Aufstiegsmöglichkeiten bis zum Techniker oder Meister.

Fazit

Azubis zu finden ist schwieriger geworden, aber nicht aussichtslos. Wer Jugendliche und Eltern dort anspricht, wo sie unterwegs sind, ehrliche Einblicke gibt und die Bewerbung leicht macht, besetzt seine Ausbildungsplätze auch heute.
Dafom unterstützt Kanzleien und Betriebe mit Azubi-Kampagnen auf Instagram, TikTok und Facebook, von der Ansprache bis zur Bewerbung. Im kostenlosen Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie viele Jugendliche in Ihrer Region erreichbar sind.

Häufige Fragen

Wie finde ich Azubis für meinen Betrieb? Am erfolgreichsten sind Betriebe, die Jugendliche über Instagram und TikTok ansprechen, echte Einblicke von aktuellen Azubis zeigen und eine einfache Kurzbewerbung ohne Anschreiben anbieten.
Wann sollte ich mit der Azubi-Suche beginnen? Idealerweise im Herbst des Vorjahres. Viele Jugendliche entscheiden sich bereits im Herbst und Winter für einen Ausbildungsplatz für den kommenden Sommer.
Lohnt sich TikTok für die Azubi-Suche? Für viele Betriebe ja, weil dort sehr viele Jugendliche unterwegs sind. Entscheidend sind authentische, kurze Videos statt klassischer Werbung.
Sollte ich auch die Eltern ansprechen? Ja. Eltern reden bei der Berufswahl oft mit und lassen sich über Facebook und Instagram gut erreichen, vor allem mit Argumenten wie Sicherheit und Übernahmechancen.
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